Praxis für Physiotherapie in Kaiserslautern

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Physiotherapie

Physiotherapie (griechisch φύσις, phýsis „Natur“ und θεραπεία, therapeía „das Dienen, die Bedienung, die Dienstleistung, die Pflege der Kranken“), in Deutschland bis 1994 Krankengymnastik, ist eine Form spezifischen Trainings und der äußerlichen Anwendung von Heilmitteln, mit der v. a. die Bewegungs- und Funktionsfähigkeit des menschlichen Körpers wiederhergestellt, verbessert oder erhalten werden soll.

Die Behandlungen werden von Physiotherapeuten durchgeführt. Physiotherapeut ist in Deutschland kein eigenständiger Heilberuf, sondern gehört zu den Gesundheitsfachberufen (früher Heilhilfsberufe). Die medizinische Notwendigkeit wird ausschließlich durch Ärzte festgestellt und auf Rezept verordnet, außer bei präventiven Maßnahmen. Sporttherapeuten, Wissenschaftler und Lehrer erfüllen nicht die Zulassungsvoraussetzungen als Physiotherapeut und dürfen das Heilmittel Krankengymnastik weder erbringen noch abrechnen.

Die Physiotherapie orientiert sich bei der Behandlung an den Beschwerden und den Funktions-, Bewegungs- bzw. Aktivitätseinschränkungen des Patienten, die bei der physiotherapeutischen Untersuchung festgestellt werden. Sie nutzt sowohl diagnostische und auf clinical reasoning basierende, wie auch pädagogische und manuelle Kompetenzen des Therapeuten. Gegebenenfalls wird sie ergänzt durch natürliche physikalische Reize (z. B. Wärme, Kälte, Druck, Strahlung, Elektrizität) und fördert die Eigenaktivität (koordinierte Bewegung sowie die bewusste Wahrnehmung) des Patienten. Die Behandlung ist an die anatomischen und physiologischen, motivationalen und kognitiven Gegebenheiten des Patienten angepasst. Dabei zielt die Behandlung einerseits auf natürliche, physiologische Reaktionen des Organismus (z. B. motorisches Lernen, Muskelaufbau und Stoffwechselanregung), andererseits auf ein verbessertes Verständnis der Funktionsweise des Organismus (Dysfunktionen/Ressourcen) und auf eigenverantwortlichen Umgang mit dem eigenen Körper ab. Das Ziel ist die Wiederherstellung, Erhaltung oder Förderung der Gesundheit und dabei sehr häufig die Schmerzfreiheit bzw. -reduktion. Quelle: Wikipedia

 

 

 

 

 

 

bewegung

 

 

 

Krankengymnastik auf neurophysiologischer Grundlage

    Was versteht man darunter?

    Die Krankengymnastik ist eine Sonderform der Bewegungstherapie. Sie hat jedoch im Gegensatz zu dieser nicht das primäre Ziel, Krankheiten vorzubeugen. Krankengymnastik ist in der Regel eher Teil der Behandlung einer bestehenden Krankheit oder wird in der Nachbehandlung von Krankheiten, Operationen oder Unfällen eingesetzt. Die Übungen werden unter Anleitung von Krankengymnasten oder Physiotherapeuten ausgeführt. Dabei gibt es eine Vielzahl von Verfahren, die zum größten Teil in eigenen Schulen gelehrt werden. Sie erfordern eine mehrmonatige oder mehrjährige Ausbildung.

    Die Anwendungsgebiete umfassen vor allem Schäden am Bewegungsapparat und Haltungsschäden. Darüber hinaus gibt es spezielle Übungen zur Förderung der Herz- und Lungenfunktion oder bei Bewegungsstörungen (z. B. nach einem Schlaganfall oder bei spastischen Lähmungen). In der Schwangerschaft und in der nachgeburtlichen Phase hat die Krankengymnastik eine wichtige unterstützende Funktion.

    Neben den "klassischen" Techniken gibt es auch Sonderformen der Krankengymnastik wie Unterwassergymnastik. Eine auf ein spezielles Krankheitsbild abgestimmte Form der Krankengymnastik ist beispielsweise die Beckenbodengymnastik gegen Inkontinenz.

    Wie wirkt die Therapie?

    Durch Krankengymnastik sollen körperliche Defizite, die für Krankheiten oder Schmerzen verantwortlich sind, gezielt ausgeglichen werden. Das kann zum Beispiel bei Rückenschmerzen eine zu schwache Rückenmuskulatur sein, die die Wirbelsäule nicht mehr entlastet. Auch fehlerhafte Bewegungs- und Haltungsmuster, die man sich im Alltag angewöhnt hat, zum Beispiel beim Heben von Lasten oder beim Sitzen am Computer, können durch Krankengymnastik verbessert werden.

    Grob einteilen lassen sich die aktiven krankengymnastischen Elemente in Bewegungs- und Halte-Übungen. Sie haben die Aufgabe die Muskeln der Patienten zu stärken, und es ergeben sich positive Wirkungen auf das Herz-Kreislauf-System. Darüber hinaus wird die Koordination der Körperbewegungen verbessert und die Knochensubstanz gestärkt.

    Daneben gibt es auch passive Elemente, bei denen nicht der Patient, sonder der Therapeut die Bewegungen der Gelenke ausführt oder sie zumindest unterstützt. So soll vor allem der Bewegungsspielraum der Gelenke und die Dehnfähigkeit von Muskeln und Bindegewebe erweitert werden.

 

 

 

 

 

Lymphdrainagen

    „Behandeln“ im uralten Verständnis ärztlichen Wirkens

    Die Behandlung in der Lymphologie erstreckt sich auf die intensive Rehabilitation, Prävention und Nachsorge bei Lymphabflußstörungen, Gefäß und Ödemerkrankungen. Es handelt sich überwiegend um folgende Krankheitsbilder:

    Lymphödeme als Folge einer Fehlanlage von Lymphgefäßen oder - knoten (primär) sowie Lymphödeme als Folge von radikalen Operationen und/oder Strahlenbehandlung (z. B. nach einer Behandlung wegen Brustkrebs), Verletzungen, Verbrennungen und Operationen am arteriellen und venösen Gefäßsystem mit Schädigung der Lymphbahn (sekundär).

    lymphsystemDas therapeutische Konzept basiert auf dem praktisch nebenwirkungsfreien Therapieprinzip der physikalischen Entstauungstherapie, auch ML/ KPE genannt. Sie ist eine kombinierte Behandlungsmethode, deren tragende Säulen die manuelle Lymphdrainage - und die Kompressionstherapie sind.

    Die Lymphe - dieses „altertümliche“ Wort vermag nur schlecht die wichtige Funktion dieser Gewebsflüssigkeit auszudrücken. Das Lymphsystem kann als „Transportorgan“ der Stoffwechselreste aus den Zellen und aufgenommener Nahrungsstoffe angesehen werden. Die Lymphe umfließt alle Zellen des menschlichen Körpers, sammelt sich in dünnen Gefäßen, um schließlich dem venösen Blut zugeführt zu werden.

    Ihre Zusammensetzung ähnelt der des Blutes: Albumine, Globuline und Fibrinogen. Wer schon einmal angeschwollene Lymphknoten im Rahmen einer Infektion an sich bemerkte hat hier mit den „Wächtern“ gegen Infektionen Bekanntschaft gemacht. Überall im Körper verteilt, besteht die Aufgabe der Lymphknoten im Filtern und in der Abwehr körperschädlicher Bakterien, Fremdkörper und Entzündungsstoffe. So reichen die Erkrankungen von einer banalen Schwellung durch Verkühlung über ein Anschwellen bei einer kleinen Verletzung eines Fingers hin bis zu Tumorerkrankungen, die auch heute noch gewaltige Anforderungen an die Medizin stellen.

    Lymphflüssigkeit wird durch Lymphgefäße transportiert, die im Unterschied zu den Blutgefäßen kein geschlossenes System bilden. An einigen Stellen der Lymphgefäße befinden sich Lymphknoten.

    Die Lymphgefäße verlaufen neben den Arterien und Venen. Sie haben eine äußerst dünne, durchlässige Wand, die es ermöglicht, daß neben überflüssiger Zellflüssigkeit auch Bakterien sowie größere Moleküle und Partikel aus den Geweben abtransportiert werden können.

    Ähnlich wie die Venen verfügen die größeren Lymphgefäße über Rückstauklappen, die verhindern, daß Lymphflüssigkeit in das Gewebe zurückfließt. Fast alle Körpergewebe haben Lymphgefäße. Davon ausgenommen sind das Zentralnervensystem, die Knochen, die Knorpel und die Zähne

    Der Thymus, auch Bries genannt, liegt unmittelbar hinter dem Brustbein. Er wächst bis zur Pubertät, in der er seine größte Ausdehnung erreicht, und bildet sich danach kontinuierlich zurück. Beim alten Menschen ist er nur noch als kleiner Geweberest vorhanden.

    Der Thymus ist wesentlich am Aufbau und an der Prägung des Immunsystems beteiligt, indem er bestimmte weiße Blutkörperchen produziert. Später übernehmen die Lymphknoten, das Knochenmark und die Milz diese Funktion.

    Die Milz ist ein weiches, schwammartiges Organ. Ähnlich wie die Lymphknoten filtert sie Blut, entsorgt alte Blutkörperchen und bildet neue. Die Milz liegt unter dem linken Zwerchfell im Oberbauch und wiegt etwa 200 Gramm. Verschiedene Krankheiten können die Ursache dafür sein, daß sie anschwillt bis zu einem Gewicht von zwei Kilogramm.

    Eine Bindegewebskapsel hüllt das weiche, rote Milzgewebe ein. An ihrer Oberfläche befinden sich Ansammlungen von Lymphozyten, die malpighische Körperchen genannt werden.

    Die Milzarterie, die für die Versorgung mit Blut zuständig ist, verzweigt sich in Arteriolen. Diese münden in der Milz in einem Netzwerk von Spalträumen, was für den Filterprozeß in zweifacher Weise wichtig ist.

    Im ersten Lebensstadium ist die Milz wesentlich an der Bildung der roten Blutkörperchen beteiligt. Beim Erwachsenen übernimmt das Knochenmark diese Funktion.

    Die Mandeln sind Teil des lymphatischen Rachenrings. Sie liegen als mandelförmige Gewebeinseln am Beginn des Luft- und Nahrungsweges. Ihre Funktion ist nicht eindeutig definiert, man vermutet aber, daß sie eine Rolle bei der Infektabwehr spielen.

    Eine weitere Ansammlung von lymphatischem Gewebe befindet sich im Rachendach hinter der inneren Nasenöffnung. Die Mandeln und lymphatischen Gewebe besitzen zahlreiche Abwehrzellen. Zusammen mit den Lymphgefäßen bilden sie das Abwehrsystem des Körpers.

    Im menschlichen Körper gibt es zwei Arten von Lymphozyten („Gedächtniszellen“): die T- und die B-Lymphozyten.

    Die Lymphozyten können sich die Struktur bestimmter Infektionserreger „merken“. Eine ausreichende Anzahl von immunkompetenten Lymphozyten bewirkt, daß diese Erreger zerstört werden, sobald sie in den Körper eingedrungen sind.

    Das bedeutet, daß der Mensch in solchen Fällen immun ist und daher an ganz bestimmten Infektionen nur einmal erkranken kann. Dieses Prinzip macht sich die Impfung zu eigen. Bei einer Impfung wird dem Körper auf künstlichem Weg eine geringe Menge bestimmter Krankheitserreger zugeführt, die die Entstehung von immunkompetenten Lymphozyten bewirkt.

    Die T-Lymphozyten entstehen in den Lymphknoten und greifen Bakterien und Fremdkörper direkt an. Dabei speichern sie die Negativabdrücke der fremden Zelloberflächen (Antigene) und übermitteln sie mit Unterstützung der T-Helferzellen anderen T-Lymphozyten, die dann ebenfalls in der Lage sind, die fremden Zelloberflächen zu zerstören. Diesen Vorgang nennt man zelluläre Immunreaktion.

    Die B-Lymphozyten, die im Plasma enthalten sind, werden vom Knochenmark (Medulla ossium) gebildet. Wie die T-Lymphozyten haben sie ein spezifisches chemisches Gedächtnis, das die Basis für die sogenannte humorale Immunität bildet. Damit ist gemeint, daß im Plasma gelöste Stoffe nach Kontakt mit einem körperfremden Antigen von Plasmazellen als Antikörper produziert werden.

 

 

 

 

 

Massage - Was versteht man darunter?

    Unter dem Begriff der Massage werden in der Medizin alle Anwendungen zusammengefasst, die der mechanischen Reizung der Haut bzw. darunter liegende Schichten zu Heilzwecken dienen. Neben der klassischen Massage zählen hierzu auch spezielle Techniken wie die Bindegewebsmassage, Lymphdrainage oder die Periostmassage.

    Doch nicht alles was "Massage" heißt, hat auch tatsächlich einen medizinischen Nutzen. Auf dem Markt tummeln sich eine ganze Reihe von unkonventionellen Techniken, teilweise basierend auf fernöstlichen und esoterischen Vorstellungen. Dazu zählen unter anderem Rolfing, die Polarity-Massage, die Biodynamische Massage, Shiatsu oder die Tantra-Massage. Sie haben genauso wie die so genannte Fußreflexzonenmassage bisher keinen wissenschaftlichen Nachweis ihrer Wirksamkeit erbracht, können aber durchaus der Entspannung und dem Wohlbefinden dienen

    Eine medizinisch notwendige klassische Massage kann nur ein Arzt verordnen, und sie wird von einem staatlich geprüften Masseur bzw. Physiotherapeuten durchgeführt werden, der eine Ausbildung von zweieinhalb Jahren hinter sich hat.

    Hauptanwendungsgebiete der klassischen Massage sind:

      • Rückenschmerzen
      • Migräne, Kopfschmerzen
      • Muskelschmerzen
      • Rehabilitation nach größeren Verletzungen oder Operationen
      • narbige Verwachsungen
      • Lähmungserscheinungen
      • schnellere Erholung nach sportlicher Anstrengung

    Die klassische Massage kennt fünf Griffarten, mit denen der Therapeut unterschiedliche Wirkungen erzielen kann: Streichungen, Knetungen, Reibungen, Klopfungen, Hackungen und Vibrationen. Die Behandlung kann sowohl im Sitzen oder im Liegen erfolgen. Der Patient wird dabei so gelagert, dass die Gelenke in einer mittleren Stellung stabilisiert sind. Je nach ärztlicher Verordnung kann eine Teilmassage (z.B. Hand, Arm oder Knie) oder eine Großmassage (z.B. beide Beine oder Arme, Rücken) durchgeführt werden. Ganzkörpermassage werden zu medizinischen Zwecken nicht eingesetzt, sondern dienen der allgemeinen Entspannung..

    Wie wirkt die Therapie? 

    Die Massage beeinflusst den Organismus auf ganz vielfältige Weise und die einzelnen Wirkungen ergänzen sich zu einer Behandlung, die den ganzen Körper umfasst. Als Wirkungen der klassischen Massage sind zu nennen:

      • Steigerung der Durchblutung von Muskeln und Bindegewebe
      • Entstauung von Venen und Lymphgefäßen
      • Regulierung der Muskelspannung
      • Reduktion des Schmerzempfindens
      • Harmonisierung des vegetativen Nervensystems
      • psychische Entspannung 

 

 

 

 

 

Bindegewebsmassage

    Was versteht man darunter?  
    Die Bindegewebsmassage gehört zu den so genannten Reflexzonenmassagen. Die Grundidee hinter diesen Techniken ist, dass die Behandlung nicht nur lokale Effekte am Ort der Massage bewirken soll, sondern über bestimmte Nervenreizungen (Reflexe) sollen sich auch Fernwirkungen auf innere Organe erzielen lassen.

    Zu den Reflexzonenmassagen zählen:

      • Bindegewebsmassage
      • Periostmassage
      • Kolonmassage
      • Fußreflexzonenmassage
      • Muskelreflexzonenmassage

    Die Bindegewebsmassage wurde seit 1929 von der deutschen Krankengymnastin Elisabeth Dicke entwickelt. Sie entdeckte per Zufall am eigenen Körper, dass die Behandlung schmerzhafter Zonen am Becken außer der lokalen Schmerzbefreiung eine Wirkung auf die Durchblutung ihrer Beine hatte. Im rechten Bein litt sie seit Jahren an einer schweren Durchblutungsstörung, und es stand angeblich kurz vor der Amputation. Nach dreimonatiger Behandlung der Rückenzone seien die Beschwerden jedoch vollständig zurückgegangen. Frau Dicke hat die von ihr behandelten Zonen an der Haut, Muskulatur und im Unterhautbindegewebe auch an ihren Patienten wiedergefunden und entsprechend behandelt.

    Wie wirkt die Methode? 

    Die Bindegewebsmassage behandelt hauptsächlich Zonen im Bereich des Rückens. Dort finden sich öfter Stellen, an denen die Haut und die Unterhaut miteinander "verklebt" sind. Der Therapeut versucht durch die Massage diese Verklebungen zu lösen.

    Die Fernwirkung auf innere Organe kommt nach naturheilkundlichen Vorstellungen so zustande: Die Haut wird von Nervenfasern versorgt, die ihren Ursprung jeweils in einem bestimmten Abschnitt der Wirbelsäule haben. Hautpartien, die von dem selben, zwischen den Wirbeln hervortretenden Nervenstrang versorgt werden, bezeichnet man als ein Segment. Zu einem solchen Segment gehören jedoch nicht nur die entsprechenden Hautpartien, sondern auch die inneren Organe, die von dem selben Nervenstrang versorgt werden. Diese Organe sollen sich durch eine Massage des Hautsegmentes positiv beeinflussen lassen.Bindegewebstherapeuten haben daher auf dem Rücken bestimmte, senkrecht zur Wirbelsäule verlaufende Zonen definiert, die sie einem Organ zuordnen. Wenn sich in dieser Zone Verklebungen finden, deuten sie das als Störung der Organfunktion.

 

 

 

 

 

Fußreflexzonenmassage

    Was versteht man darunter?
    Die Fußreflexzonentherapie geht davon aus, dass sich auf den Fußsohlen bestimmte Zonen befinden, von denen feste Verbindungen (Reflexwege) zu den übrigen Köperregionen bestehen. Wie auf einer Landkarte sollen sich alle Organe auf den Fußsohlen wieder finden.
    Durch eine Druckpunktmassage der entsprechenden Stellen am Fuß sollen sich über die Reflexwege die inneren Organe und eventuelle Störungen ihrer Funktion beeinflussen lassen. Die Organe einer Körperhälfte werden auf der Sohle des entsprechenden rechten oder linken Fußes lokalisiert.
    Die Methode stammt aus den USA, wo sie unter anderem von der Masseurin Eunice Ingham in den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts entwickelt wurde.

    Wie wirkt die Therapie? 
    Die Vorstellungen von Reflexzonen im Körper ist in der klassischen Naturheilkunde nicht unbekannt: Zu einer Reflexzone gehören alle Organe und Gewebe, die von demselben, aus der Wirbelsäule austretendem Nervenfaserbündel versorgt werden.
    Da diese Fasern alle in einer Zentrale nahe der Wirbelsäule (einem Ganglion) zusammen laufen, können beispielsweise durch Hautreizungen in einer Reflexzone auch innere Organe beeinflusst werden.

    Das Konzept der Fußreflexzonen geht im Gegensatz zu diesen Vorstellungen aus der klassischen Naturheilkunde davon aus, dass Reflexbahnen von allen Körperregionen in die Fußsohlen ziehen. Anatomisch gibt es für diese Annahe jedoch keine Beweise.
    So sind denn auch die Versuche, die Wirkung der Fußreflexzonenmassage wissenschaftlich eindeutig zu belegen, bisher gescheitert. Bekannt ist, dass bereits das Gefühl der wohligen Entspannung und die sanfte Berührung durch den Therapeuten während der Massage ein ganz wesentlicher Aspekt der Heilwirkung ist. Ob dazu wirklich die entsprechende "Reflexzone" am Fuß behandelt werden muss, bleibt fraglich.

    Eine Wirkung gegen Schmerzen könnte sich nach dem so genannten Prinzip des "Gegenreizes" ergeben: Durch das Drücken auf schmerzhafte Fußzonen wird ein Reiz erzeugt, der andere Schmerzreize im Körper vorübergehend auslöscht. Ein ähnliches Prinzip wird auch für die Anti-Schmerz-Wirkung der Akupunktur diskutiert.

 

 

 

 

 

Behandlung mit Hilfe des Schlingentischs

    Was ist Schlingentischbehandlung ?
    Bei der Schlingentisch-Therapie erfährt der Patient eine Erleichterung vieler Bewegungen durch die Aufhebung der Schwerkraft. Es werden der ganze Körper oder Teile des Körpers in Schlingen gehängt. Dadurch werden Wirbelsäule und Gelenke entlastet. Eingeschränkte oder ansonsten schmerzhafte Bewegungen werden erheblich erleichtert und wie unter Schwerelosigkeit ausgeführt. Durch die Einstellung des Aufhängepunktes kann eine Bewegung zusätzlich erleichtert oder erschwert werden.

    Darüber hinaus können durch den Therapeuten intermittierende Extensionen ausgeführt werden oder ein Dauerzug in eine gewünschte Richtung angelegt werden.

    Der Schlingentisch wird angewendet bei:

      • Schmerzen (insbesondere der Wirbelsäule, Hüftgelenke, Nacken und Schultergelenke)
      • Lähmungen
      • Kontrakturen

    Der Schlingentisch eignet sich hervorragend zur Kombination mit anderen Therapieformen z. B.:

      • Manuelle Therapie
      • Wahrnehmungsbehandlung
      • Traktionen

 

 

 

 

 

Fangopackungen

    Fango, abgeleitet von dem italienischen Wort „fanghi“, bedeutet so viel wie Schlamm, heilender Schlamm. Fango wird kalt, körperwarm oder heiß zu Packungen und Bäder verwendet. Am bekanntesten sind wohl der Eifelfango und der Abanofango.

    Der Eifelfango ist ein Mineralschlamm aus Ablagerungen vulkanischen Ursprungs. Er besteht aus Substanzen wie Kiessäure, Aluminiumoxyd, Eisenoxyd, Tonerde und Magnesium. Ein wichtiges Abbaugebiet ist beispielsweise Bad Neuenahr im Bereich des Laachener Sees. Der Eifelfango wird aus cirka fünfzig Grad Celsius erhitzt und dann auf den Körper aufmodelliert.

    Der Fango schmiegt sich dabei den Formen regelrecht an. Anschließend wird man mit Plastikfolie, Leinentuch oder Wolldecke fest eingepackt. Zwanzig bis dreißig Minuten dringt so die Wärme etwa zwei bis drei Zentimeter tief in den Körper ein, wobei sich die Heilstoffe im ganzen Körper ausbreiten. Im Anschluss empfiehlt sich Massage oder Bewegungstherapie. Fangopackungen steigern die Durchblutung, regen den Stoffwechsel an, können Muskelverspannungen lösen und Schmerzen lindern.

    Außerdem kommt es zu einer Ausschüttung gewebeaktiver Hormone, die wiederum unter anderem entzündungs-hemmende und schmerzlindernde Wirkung entfalten. Der Abanofango unterscheidet sich von allen anderen dieser Welt durch seinen hohen Anteil an lebenden Algen, Algen, die Temperaturen von über 80 bis 87 Grad Celsius aushalten und sich sogar dabei vermehren. Diese Algen sind von so niedriger Entwicklungsstufe, dass sie aus der Urzeit der Erde stammen müssen, einer Zeit, als unser Globus noch mit sehr heißem Wasser bedeckt war.

    Der fanghi besteht zudem aus Sand, Pflanzenerde, Lehm, radioaktiven Gasen und 30 bis 60 Prozent Mineralwasser. Seit Jahrhunderten kommen Patienten nach Abano, dem Ort der Erlösung von Schmerz, erhielt Abano doch seinen Namen aus dem griechischen „A-Ponus“, was „keine Schmerzen mehr“ bedeutet. Nahezu gleich geblieben sind auch die Krankheiten, die durch die Fango-Bad-Massage-Therapie gelindert oder sogar geheilt werden können. Dazu zählen vor allem rheumatische, gynäkologische und Atemwegserkrankungen.

 

 

 

 

 

Die Dornmethode

    "Krumm und schmerzgeplagt kommen sie rein und aufrecht, schmerzlos und glücklich gehen sie wieder raus", das ist fast normal bei einer DORN - Behandlung. Auf eine sanfte, einfühlsame aber auch kraftvolle Art werden die verschobenen Wirbel und Gelenke wieder an ihren idealen Platz zurückgeschoben. Meist verwendet der Therapeut, bzw. die Therapeutin nur die Hände, manchmal auch ein Hilfsgerät. Medikamente oder Schmerzmittel werden nicht verwendet. Vier unschlagbare Vorteile vereint diese neue Methode:

    Vorbeugen ist besser als Heilen!

    Sofort wirksam, häufig benötigt man nur eine Behandlung zum Erfolg. Selten sind mehr als drei Behandlungen notwendig.

    " Wer heilt hat Recht!" Ungefährlich und sanft, ohne Medikamente, keine Chiropraktik. Noch nie sind in den letzten 30 Jahren irgendwelche Schäden durch die DORN– Methode entstanden, trotz vieler Tausend Behandlungen.

    Einfach zu erlernen, in wenigen Tagen, es ist kein besonderes Wissen notwendig, nur gesunde Hände und Lust + Liebe zum Helfen.

    Sehr geringe Kosten.

    Selbsthilfe, viele Einzelgriffe kann jeder an sich selbst erfolgreich ausführen.

    Die DORN - Methode ist Erfahrungs-Heilkunde, nur sehr wenig Wissen ist notwendig. Das empfindsame Gefühl des Therapeuten entscheidet über den hervorragenden Erfolg der Behandlung und der Mut es einfach zu tun! Das gefühlvolle Abtasten an den Dornfortsätzen und das mitfühlende Verschieben der Wirbel und Gelenke ist entscheidend. Eine weibliche Methode für das weibliche Wassermann- Zeitalter!

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Kryotherapie:

     Kälte lindert Schmerzen

    Behandlung mit Kälte soll helfen, Schmerzen zu lindern. Bei der Kryotherapie werden dazu Temperaturen unter 0 Grad eingesetzt. Eingesetzt wird das Verfahren bei Wirbelsäulen- und Gelenksbeschwerden, bei Zerrungen und Prellungen und bei Überbeansprungen wie Sehnenscheidenentzündungen oder Schleimbeutelentzündungen.

    Experimentelle Untersuchungen zeigen, dass die Kältebehandlung in die Blutdruckregulation, den menschlichen Stoffwechsel und die neurale, auch nervale Steuerung genannt, eingreift. Allgemein versteht man unter Kältetherapie Maßnahmen, die einen Wärmeentzug des Gewebes bewirken. Anwendungen mit einer inerten Temperatur unter 0 Grad Celsius werden als Kryotherapie - eine besondere Form ist die Kaltgas-Therapie - bezeichnet, jene darüber als Kältetherapie. Die Kaltgas-Therapie führt über eine Gefäßengstellung zu einer Durchblutungseinschränkung auf 60 bis 80 Prozent der Ruhedurchblutung, welche für mindestens 30 Minuten anhält, so Dr. Martin Nuhr, Facharzt an der Universitätsklinik für Physikalische Medizin und Rehabilitation in Wien.

    Die Abkühlung der Haut und der darunter liegenden Fettschicht erfolge rasch, jene der Muskulatur deutlich langsamer. Nach Beendigung der Kälteexposition beginnt die Wiedererwärmung. Auch hier erwärmen sich Haut und Fettgewebe wesentlich rascher als muskuläres Gewebe, da zuerst in den oberflächlichen Schichten die Ausgangstemperatur wiederhergestellt wird und zunächst noch der darunter liegenden Muskulatur weiter Wärme entzogen wird. "Somit erklärt sich, dass erst nach mehreren Stunden die ursprüngliche Temperatur im Muskel wieder erreicht werden kann", erläutert der Mediziner.

    Diese Temperatursenkung führt zu einer Abnahme des Energieverbrauchs mit vermindertem Sauerstoffbedarf und einer 50-prozentigen Reduzierung der Stoffwechselgeschwindigkeit. Im geschädigten Gewebe, wie zum Beispiel nach Trauma oder Operation, können so genannte freie Radikale nicht entsprechend abgebaut werden, welche wiederum zu einer Zerstörung von Zellgewebe und folglich zu einer Ödembildung (Gewebeschwellung) führen. Der Einsatz von Kryotherapie vermindert aber die Folgen dieser posttraumatischen Gewebeschädigung durch Hemmung der Zellaktivität und somit das übermäßige Entstehen solcher freien Radikale.

 

 

 

 

 

Elektrotherapie

    Bei der Elektrotherapie werden niederfrequente Stromformen zur Schmerzlinderung eingesetzt. Hauptsächlicher Anwendungsbereich sind alle akuten und chronischen Schmerzzustände bei chronisch degenerativen Erkrankungen des Bewegungsapparates und chronischen Entzündungsprozessen.

    Gegenanzeigen
    Nicht eingesetzt werden darf diese Therapieform bei akuten Entzündungsprozessen oder Verletzungen am Schmerzort. Eine strikte Kontraindikation besteht bei Schrittmachern.

    Folgende Anwendungsformen können zum Einsatz kommen:

      • Die Galvanisation (Gleichstrom) wird insbesondere bei Radikulär- und Pseudoradikulärsyndromen angewandt.
      • Das Stangerbad als spezielle Form verbindet die Wirkung eines Vollbades mit der der Elektrotherapie.  Dabei wird nicht nur die Schmerzschwelle verändert, sondern auch der Muskeltonus.
      • Impulsströme zwischen 2 und 150 Hz und eine Kombination von Impuls- und Gleichstrom   kommen bei lokalen, akuten und chronischen Schmerzzuständen zum Einsatz.

    Die transkutane elektrische Nervenstimulation (TENS) ist heute schon in Eigenbehandlung durchführbar. Der Patient erhält nach einer entsprechenden Einweisung des behandelnden Arztes für eine bestimmte Zeit ein eigenes Gerät. TENS wird hauptsächlich durchgeführt bei Muskel- und Skelettschmerzen, posttraumatischen Schmerzen, Neuralgien, Stumpf- und Phantomschmerzen, Durchblutungsstörungen, Karzinomschmerzen.

    Sinnvoll ist eine tägliche Anwendung der niederfrequenten Elektrotherapie. In einigen Fällen, zum Beispiel bei der TENS, kann auch eine mehrfache Anwendung am Tag sinnvoll sein. Diese Entscheidung sollte individuell in Absprache mit Schmerztherapeut, Physiotherapeut und Patient erfolgen.

 

 

 

 

 

Unterwasserdruckstrahlmassage

    Die Unterwasser(druckstrahl)massage (UWM) wird in einer speziellen Wanne durchgeführt. Diese Wanne besitzt einen Schlauch mit Düse und eine Pumpvorrichtung, die einen Druck bis ca. 4 bar erzeugt. Das Wasser soll dabei eine Temperatur von 36° nicht übersteigen.

    Anwendung findet die UWM insbesondere bei:

      • starken Verspannungen großer Muskeln im Bereich von Lendenwirbelsäule, Gesäß, Oberschenkel und Nacken
      • degenerativen Erkrankungen der Wirbelsäule und der großen Gelenke (Arthrosen u.a.)
      • rheumatische Erkrankungen (z.B. Morbus Bechterew) außerhalb des akuten Schubs

    Je nach Gewebetyp und Muskel wird in der Regel ein Druck von ca 1-3 bar angewandt. Der Therapeut führt dabei eine streichende oder kreisende Bewegung mit der Therapiedüse über den betroffenen Muskel aus. Der Strahl wird dabei immer in einem schrägen Winkel von etwa 45° angesetzt und in langsamen Bewegungen geführt

    Die Wirkung erzielt seine Wirkung einmal durch die Massagewirkung des Druckstrahles und zum anderen durch die intensivere Wärmewirkung des bewegten Wassers.

    Die UWM darf nicht angewandt werden bei

      • akuten Neuralgieen
      • akuten rheumatischen Erkrankungen
      • lokalen arteriosklerotischen Veränderungen
      • Herz-Kreislaufschwäche
      • venösen Gefäßerkrankungen
      • Blutungsneigung (auch durch Medikamente z.B. zur Blutverdünnung)

 

 

 

 

 

Stangerbad (Hydroelektrisches Bad)

    das Stangerbad wird auch als hydroelektrisches Voll- oder Dreiviertelbad bezeichnet. Es wird als Wannenbad mit der gleichzeitigen Anwendung eines Gleichstromes in einer speziellen Therapiewanne ausgeführt

      • durch gerbstoffhaltige und andere arzneiliche Zusätze (Salze) entsteht eine bessere Leitfähigkeit des elektrischen Stromes
      • 500-600 Liter Wasser in der Wanne

    Je nach Schaltung kann eine Ganz- oder Teildurchströmung jedes Körperteils mit galvanischen oder faradischen Strom durchgeführt werden.
    Die Dosierung des verabreichten Stromes erfolgt über einen Stromstärkeregler. Die jeweilige Schaltung richtet sich nach der ärztlichen Verordnung (Zahl der Anwendungen, Art des Bades und der Zusätze, Stromart, Strömungsrichtung und -dauer, Stromstärke und Wassertemperatur).

    Wichtig: Am Anfang langsam mit der Stromstärke einschleichen und am Ende langsam wieder ausschleichen. Erst wenn der Strom aus ist, den Patienten aussteigen lassen, da sonst ein Stromschlag droht.

    Wirkung des Wassers:

        a) thermische Wirkung
        b) Auftrieb
        c) hydrostatischer Druck
        d) chemische Wirkung der Zusätze

    Wirkung des Stromes:

        a) gefäßerweiternd, durchblutungsfördernd
        b) schmerzlindernd
        c) tonusregulierend
        d) iontophoretische Wirkung

    Stromstärke durchschnittlich 300-500 mA; Maximalwerte 1000-1200 mA
    Man rechnet, dass etwa nur ein Drittel der angezeigten Stromstärke durch den Körper fließt. Durch Zugabe von Stangerbadzusätzen kann die Leitfähigkeit erhöht werden.

    Wassertemperatur: 35-38° Celsius - teilweise auch 32-36° bei späterer Anwendung

    Indikationen:

      • Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises
        - degenerative Veränderungen der Gelenke
        - Muskelrheumatismus
      • Erkrankungen des Nervensystems
        - Neuralgien (z. B. Ischias), Neuritiden
        - Reizungen von Nervengeflechten
        - Paresen (schlaffe Lähmungen)
      • arterielle periphere Durchblutungsstörungen
        - M. Sudeck, arteriosklerotische oder funktionelle Gefäßerkrankungen, Blausucht (Akrocyanose)
        - Obstipation atonisch (schlaffe Form)
        - posttraumatische Zustände
        - Wechseljahrsbeschwerden

    Kontraindikationen:
    fieberhafte Zustände, entzündliche Hauterkrankungen, Metallteile im Körper (Splitter)

    Stromstärke
    akute Zustände: niedrige Dosis = sensibel unterschwellig bis sensibel schwellig (wenig Kribbeln bis spürbares Kribbelgefühl)
    chronische Zustände: höhere Dosis = sensibel überschwellig (deutliches Kribbeln bis Toleranzgrenze)
    spastische Zustände: niedrigste Dosis = sensibel unterschwellig und nur absteigende Richtung
    periphere schlaffe Lähmung: höchstverträgliche Dosis = Toleranzgrenze und nur aufsteigende Richtung

    Badedauer bis zu 20 Minuten, Nachruhe erforderlich

 

 

 

 

 

 

Weitere Anwendungen

    Extensionen /Traktionen
    Hierbei handelt es sich um passive Bewegungsübungen die der Gelenkbeweglichkeit dienen.

    Heißluft / Rotlicht
    Die Behandlung mit Rotlicht und Heissluft zur Durchblutungsförderung, Muskeldetonisierung und Schmerzdämpfung.

    Heiße Rolle
    Ein Frottierhandtuch trichterförmig zusammenrollen und auf die innerste Schicht heißes Wasser gießen. Den zu behandelnden Körperteil kurzzeitig berühren. Eingesetzt werden kann die heiße Rolle zum Beispiel bei Muskelverspannungen, Tennisellenbogen oder als Vorbereitung auf krankengymnastische Übungen.

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