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Massage - Was versteht man darunter?
Unter dem Begriff der Massage werden in der Medizin alle Anwendungen zusammengefasst, die der mechanischen Reizung der Haut bzw. darunter liegende Schichten zu Heilzwecken
dienen. Neben der klassischen Massage zählen hierzu auch spezielle Techniken wie die Bindegewebsmassage, Lymphdrainage oder die Periostmassage.
Doch nicht alles was "Massage" heißt, hat auch tatsächlich einen medizinischen Nutzen. Auf dem Markt tummeln sich eine ganze Reihe von unkonventionellen Techniken,
teilweise basierend auf fernöstlichen und esoterischen Vorstellungen. Dazu zählen unter anderem Rolfing, die Polarity-Massage, die Biodynamische Massage, Shiatsu oder die Tantra-Massage.
Sie haben genauso wie die so genannte Fußreflexzonenmassage bisher keinen wissenschaftlichen Nachweis ihrer Wirksamkeit erbracht, können aber durchaus der Entspannung und dem Wohlbefinden
dienen
Eine medizinisch notwendige klassische Massage kann nur ein Arzt verordnen, und sie wird von einem staatlich geprüften Masseur bzw. Physiotherapeuten durchgeführt werden, der
eine Ausbildung von zweieinhalb Jahren hinter sich hat.
Hauptanwendungsgebiete der klassischen Massage sind:
- Rückenschmerzen
- Migräne, Kopfschmerzen
- Muskelschmerzen
- Rehabilitation nach größeren Verletzungen oder Operationen
- narbige Verwachsungen
- Lähmungserscheinungen
- schnellere Erholung nach sportlicher Anstrengung
Die klassische Massage kennt fünf Griffarten, mit denen der Therapeut unterschiedliche Wirkungen erzielen kann: Streichungen, Knetungen, Reibungen, Klopfungen, Hackungen und
Vibrationen. Die Behandlung kann sowohl im Sitzen oder im Liegen erfolgen. Der Patient wird dabei so gelagert, dass die Gelenke in einer mittleren Stellung stabilisiert sind. Je nach
ärztlicher Verordnung kann eine Teilmassage (z.B. Hand, Arm oder Knie) oder eine Großmassage (z.B. beide Beine oder Arme, Rücken) durchgeführt werden. Ganzkörpermassage werden zu
medizinischen Zwecken nicht eingesetzt, sondern dienen der allgemeinen Entspannung..
Wie wirkt die Therapie?
Die Massage beeinflusst den Organismus auf ganz vielfältige Weise und die einzelnen Wirkungen ergänzen sich zu einer Behandlung, die den ganzen Körper umfasst. Als Wirkungen
der klassischen Massage sind zu nennen:
- Steigerung der Durchblutung von Muskeln und Bindegewebe
- Entstauung von Venen und Lymphgefäßen
- Regulierung der Muskelspannung
- Reduktion des Schmerzempfindens
- Harmonisierung des vegetativen Nervensystems
- psychische Entspannung
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