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Fangopackungen
Fango, abgeleitet von dem italienischen Wort „fanghi“, bedeutet so viel wie Schlamm, heilender Schlamm. Fango wird kalt, körperwarm oder heiß zu Packungen und Bäder
verwendet. Am bekanntesten sind wohl der Eifelfango und der Abanofango.
Der Eifelfango ist ein Mineralschlamm aus Ablagerungen vulkanischen Ursprungs. Er besteht aus Substanzen wie Kiessäure, Aluminiumoxyd, Eisenoxyd, Tonerde und Magnesium. Ein
wichtiges Abbaugebiet ist beispielsweise Bad Neuenahr im Bereich des Laachener Sees. Der Eifelfango wird aus cirka fünfzig Grad Celsius erhitzt und dann auf den Körper aufmodelliert.
Der Fango schmiegt sich dabei den Formen regelrecht an. Anschließend wird man mit Plastikfolie, Leinentuch oder Wolldecke fest eingepackt. Zwanzig bis dreißig Minuten dringt
so die Wärme etwa zwei bis drei Zentimeter tief in den Körper ein, wobei sich die Heilstoffe im ganzen Körper ausbreiten. Im Anschluss empfiehlt sich Massage oder Bewegungstherapie.
Fangopackungen steigern die Durchblutung, regen den Stoffwechsel an, können Muskelverspannungen lösen und Schmerzen lindern.
Außerdem kommt es zu einer Ausschüttung gewebeaktiver Hormone, die wiederum unter anderem entzündungs-hemmende und schmerzlindernde Wirkung entfalten. Der Abanofango
unterscheidet sich von allen anderen dieser Welt durch seinen hohen Anteil an lebenden Algen, Algen, die Temperaturen von über 80 bis 87 Grad Celsius aushalten und sich sogar dabei
vermehren. Diese Algen sind von so niedriger Entwicklungsstufe, dass sie aus der Urzeit der Erde stammen müssen, einer Zeit, als unser Globus noch mit sehr heißem Wasser bedeckt war.
Der fanghi besteht zudem aus Sand, Pflanzenerde, Lehm, radioaktiven Gasen und 30 bis 60 Prozent Mineralwasser. Seit Jahrhunderten kommen Patienten nach Abano, dem Ort der
Erlösung von Schmerz, erhielt Abano doch seinen Namen aus dem griechischen „A-Ponus“, was „keine Schmerzen mehr“ bedeutet. Nahezu gleich geblieben sind auch die Krankheiten,
die durch die Fango-Bad-Massage-Therapie gelindert oder sogar geheilt werden können. Dazu zählen vor allem rheumatische, gynäkologische und Atemwegserkrankungen.
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